Schon gefahren: Fiat 500 Hybrid
Fiat bringt nun doch den 500 als Verbrenner, was mit einigem Aufwand verbunden war. Das Ergebnis ist nicht nur italienis...
Fiat bringt nun doch den 500 als Verbrenner, was mit einigem Aufwand verbunden war. Das Ergebnis ist nicht nur italienisch, sondern deutlich besser als erwartet.
Die Geschichte des neuen, rein elektrischen Fiat 500 ist weitgehend bekannt. Ambitioniert gestartet, technisch durchaus auf der Höhe der Zeit und äußerst prominent beworben. Doch die rasante Entwicklung der E-Technik und vor allem die geringe Akzeptanz der Käufer vermiesten es dem kleinen Italiener stets, an die Erfolge seines Vorgängers auch nur anzustinken. Nachdem die Dominanz der Franzosen innerhalb des Stellantis-Konzerns nach Carlos Tavares Abgang ein wenig gebrochen zu sein scheint, kommt der 500 nun aber doch als Benziner, was in vielerlei Hinsicht bemerkenswert ist.
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Zum einen die Vorgehensweise, die viele fast schon als typisch italienisch bezeichnen würden: Ein Auto, das als reines E-Fahrzeug konzipiert wurde, im Nachhinein auf einen Schüttelhuber umzurüsten, ist rein rechnerisch erst einmal ein ziemlicher Kraftakt. Tank, Auspuff, all das muss man erst einmal unterbringen und die Karosse teils heftig adaptieren. Aber in derartigen Ausnahmesituationen läuft man bei unseren südlichen Nachbarn traditionell zu Höchstform auf und löste alles inhouse, was auch deswegen recht unkompliziert vonstatten ging, weil der 500 ja noch vor der Stellantis-Ehe entstand, also ein waschechter Fiat ist. Zudem gebaut in Turin, konnte man sich der Antriebseinheit des kleinen Bruders Pandini bedienen, einem Dreizylinder mit einem Liter Hubraum, Sechsgang-Schaltgetriebe und Mild-Hybrid-Unterstützung. Hört sich jetzt nach einem ziemlichen Kompromiss an. Tatsächlich aber entstand nicht nur ein lupenreiner Fiat, sondern generell ein absolut schlau konzipiertes Automobil.
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Die 68 PS klingen nicht nach viel, reichen für das alltägliche Herumnudeln im Alltagstrott locker aus. Die Extra-Newtonmeter des schlanken Hybridsystems helfen, schaltfaul unterwegs zu sein und natürlich zählt das Überholen nicht zur Paradedisziplin. Aber auf der anderen Seite wurde der 500er noch nie wegen seiner überragenden Performance gekauft, wenn man von den Abarths jetzt einmal absieht – die nur deswegen gekauft wurden. Jedenfalls tat Fiat gut daran, diesen aufwändigen Schritt zu tun. Wir reden hier schließlich von der Kernzelle der Traditionsmarke. Vom bekanntesten und beliebtesten Modell. Von dem, das sich jeder leisten und trotzdem lieb haben konnte: Simpel, einfach, leistbar. Und genau dieses fröhliche Wesen konnten die Turiner nun auch ins neue Modell transferieren.
Diese Grundidee herzlicher Basismotorisierung schlägt sich auch bei der Preisgestaltung nieder: Bei 19.400 Euro geht’s los, der 3+1 kostet 1.500 Euro mehr, das Cabrio 3.000 Euro. Und auch die besseren Ausstattungen Icon und La Prima sind ähnlich simpel gestaffelt. Und weil wahre Liebe zum Auto nun einmal auch übers Börserl geht, dem sei gesagt: Mit 18 Euro Steuerlast pro Monat ist der 500 Hybrid auch finanziell einem sehr freundlich gesinnt.
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