VERLAG TEAM KONTAKT MEDIADATEN ABO
logo

10.000 Fuhrparkverantwortliche aus 33 Ländern wurden befragt

main-photo

stock.adobe.com/j-mel

Arval fragt über 10.000 Fuhrparkverantwortliche weltweit und veröffentlicht die Ergebnisse. Das "Global Fleet and Mobility Barometer 2026" zeigt die Herausforderungen, Strategien und Erwartungen von Flottenbetreibern aus 33 Ländern.

Das Arval Mobility Observatory hat die Ergebnisse des „Global Fleet and Mobility Barometer 2026“ veröffentlicht. Die Studie basiert auf 10.157 Interviews mit Fuhrparkverantwortlichen in 33 Ländern und zeigt einen klaren Trend: Unternehmen wechseln von strategischen Zielsetzungen hin zur konkreten Umsetzung in den Bereichen Elektrifizierung, Kostenmanagement und Mitarbeitermobilität.

Elektrifizierung: Vom Ziel zur Umsetzung

Die Elektrifizierung bleibt ein zentraler Bestandteil der Flottenstrategie vieler Unternehmen. Wobei es geografische Unterschiede gibt:

  • 66 % der befragten Unternehmen sehen alternative Antriebe als strategische Priorität.
  • 46 % setzen bereits elektrifizierte Technologien ein (HEV, PHEV).
  • In Europa sind 57 % der Organisationen bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs.
  • Weltweit planen oder nutzen 66 % der Unternehmen Elektrofahrzeuge innerhalb der nächsten drei Jahre.

Für die kommenden drei Jahre erwarten Unternehmen folgende Flottenzusammensetzung:

  • 33 % batterieelektrische Fahrzeuge (BEV)
  • 36 % Plug-in-Hybride (PHEV)
  • 38 % Hybridfahrzeuge (HEV)

Die Herausforderungen sind keine neuen Informationen: unzureichende Ladeinfrastruktur, höhere Anschaffungskosten, begrenzte Modellverfügbarkeit. Trotz dieser Hürden entwickeln die Unternehmen bereits strukturierte Ladestrategien. Über die Hälfte (56 %) investieren in Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort. Das öffentliche Ladenetz ist dennoch ein wichtiger Bestandteil der Strategie, 67 Prozent nutzen es. Gut ein Fünftel (21 %) bietet Heimlademöglichkeiten an. 

Regulatorische Vorgaben bleiben eine relevante Komponente. Sollte es doch wieder notwendig sein, würden 48 Prozent der europäischen Unternehmen bis 2030 eine vollständig umgestellte Elektroflotte schaffen. Nicht ganz die Hälfte (46 %) würden alternative Mobilitätslösungen prüfen. 

Kostenkontrolle und Digitalisierung im Fokus

Mit wachsender Elektrifizierung gewinnt die Kontrolle der Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) an Bedeutung:

  • 31 Prozent sehen TCO als eine der größten Herausforderungen der nächsten drei Jahre
  • In Nordamerika (45 %) und Asien-Pazifik (40 %) ist dieser Wert noch höher

> Weiterlesen: TCO entscheidet, nicht der Kaufpreis

Unternehmen setzen verstärkt auf digitale Lösungen:

  • Automatisiertes Fahrzeugmonitoring
  • Vorausschauende Wartung
  • Echtzeit-Transparenz über Fahrzeuge, Fahrer und Routen

Integrierte Flottenmanagement-Plattformen, die Nachhaltigkeit, Kostenanalyse und Mobilitätsdaten bündeln, entwickeln sich zum Standard. Der Fokus liegt zunehmend auf ganzheitlichen Systemen zur Effizienzsteigerung und Risikominimierung.

Mitarbeitermobilität wird strategischer Erfolgsfaktor

Die Studie zeigt eine deutliche Ausweitung der Mobilitätsangebote für Beschäftigte:

  • 94 Prozent der Unternehmen bieten mindestens eine Mobilitätslösung an oder planen diese
  • 43 Prozent nennen HR-Ziele wie Mitarbeitergewinnung, Wohlbefinden und Unterstützung hybrider Arbeitsmodelle als Treiber

Beliebte Lösungen:

  • Carsharing und Fahrgemeinschaften (je 26 %)
  • Mobilitätsbudgets (30 %)
  • Privatleasing und Gehaltsumwandlungsmodelle (25 %)
  • Erstattungen für private Fahrzeuge oder öffentliche Verkehrsmittel

Diese Vielfalt unterstreicht den Trend zu flexiblen, personalisierten und nachhaltigen Mobilitätskonzepten.

Branche tritt in neue Phase ein

Im Vergleich zu 2025 zeigt sich 2026 ein klarer Wandel: Statt ambitionierter Zielsetzungen steht nun die operative Umsetzung im Vordergrund.

  • Leistungsfähigkeit im Betrieb wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor
  • Regulatorische Anforderungen bleiben prägend
  • Alternative Mobilitätslösungen sind zunehmend Standard

Dan Boiangiu, Director von Arval Consulting, betont den wachsenden Pragmatismus der Unternehmen sowie den Bedarf an integrierten digitalen Lösungen. Caroline Pelissier, Leiterin des Arval Mobility Observatory, hebt hervor, dass insbesondere die Einbindung der Region Asien-Pazifik ein umfassenderes globales Bild liefert – bei gleichzeitig unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Umsetzung.

Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt: Unternehmen setzen ihre Mobilitätsstrategien zunehmend praktisch um und balancieren dabei Umweltziele, Kostenkontrolle und betriebliche Anforderungen.

Letzte Meldungen

Mehr lesen >>

Aktuelle Fahrzeugtests

Mehr lesen >>
  • Schon gefahren: Fiat 500 Hybrid

  • Erste Ausfahrt mit dem Omoda 5

  • Schon gefahren: Kia EV5

  • Test: Audi Q5 e-hybrid

  • Schon gefahren: Kia PV5

  • Schon gefahren: Toyota bZ4X

  • Schon gefahren: Peugeot 308

  • Schon (vorab) gefahren: Cupra Raval

  • Test: Dacia Bigster

  • Test: Hyundai Ioniq 9

Newsletter
Mit dem FLOTTE-Newsletter immer informiert bleiben!
Logo

Kommende Veranstaltungen

FLEET Convention 2026

Time: 09/06/2026

Location: Hofburg Wien

FLEET Drive 2026

Time: 30/09/2026

Location: Werft Korneuburg

A&W TAG 2026

Time: 20/10/2026

Location: Hofburg, Wien

AutoZum 2027

Time: 20/01/2027

Location: Messe Salzburg

© 2026 A&W Verlag GmbH All Rights Reserved Developed by itMedia